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DIE URSULINENKIRCHE

General Gheorghe Magheru, nr. 38, Sibiu

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Der Name der Kirche stammt vom Orden der Ursulinen-Nonnen. Anfangs des 18. Jh. übernehmen diese die Verwaltung der Kirche. Diese wurde drei Jahrhunderte vorher von den Dominikanermönchen erbaut, welche sich Mitte des 13. Jh. in unserer Burg niedergelassen haben.

Der Orden der Dominikanermönche war zu dieser Zeit das Hauptmittel, über welches der Katholizismus in den osteuropäischen Raum vordrang, in den sogenannten heidnischen Raum. Die Dominikaner bauen ihr Kloster gleich neben die Burgmauern, die sich als heutiger Standort am Platz 1. Decembrie 1918, neben dem zentralen Busbahnhof, befindet.

Die ottomanischen Angriffe Anfangs des 15. Jh. führen dazu, dass die Dominikaner die Erlaubnis fordern, ihr Kloster innerhalb der Burgmauern aufbauen zu dürfen. Somit wird auf dem Platz der heutigen Kirche das Kloster gebaut. Von ihnen wurde auch ein Lazarett für die Leprakranken errichtet, wo sich heute der Bahnhof befindet.

Die Lutherische Reformation ändert radikal das Kirchenleben der Stadt. Die Reformation beschlagnahmt alle Kirchen und Güter der Katholischen Kirche innerhalb der Burg, wobei alle Orden der Mönche verbannt wurden. Die Dominikaner wurden im Jahr 1543 verbannt. Die Wandmalereien innerhalb der Kirche werden bei dieser Gelegenheit übermalt. Das Kloster wird verlassen und im Laufe der Zeit abgebaut.

Im Jahr 1733 wird die Ursulinenkirche erneut den Katholiken übergeben, bzw. an einige Nonnen , deren Orden der Heiligen Ursula aus Bratislava, gewidmet war. Diese Gründen in der Stadt ein neues Kloster, und werden von der Kaiserin Maria Theresia persönlich unterstützt. Das Kloster ist das Gebäude, welches an der Kirche angebaut ist.

Die Nonnen haben die Fassade und die Struktur der Kirche geändert. Aus der Frühgotik blieben nur die äußeren Strebepfeiler und der Chor (Altar) übrig. Das Innere, das Hauptschiff und die seitliche Kapelle gehören schon dem Barock an.

Es gibt viele Legenden bezüglich dieser Kirche. Es wird von Tunnels geredet, die bis unter den heutigen Bahnhof, oder sogar weiter, geführt haben sollen. Zwischen Mythos und Realität bleibt nur, dass die Katakomben, der Ort sind, wo die Nonnen begraben wurden.

Ab 1992 wird die Ursulinenkirche von der Griechisch-Katholischen Kirche benutzt, welcher nach der Wende 1989 erneut ins Leben gerufen wird. Auch heute noch werden von den Griechisch-Katholiken die Gottesdienste in dieser Kirche gehalten, welche eines der bedeutenden Stellen im kirchlichen Leben unserer Stadt darstellt.

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