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DAS HECHT-HAUS

Piata Mare nr. 8, Sibiu

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Eines der bedeutendsten Häuser aus dieser Zeit trägt den Namen von Georg Hecht. Sollten wir einen Spaziergang über den Großen Ring machen, so stellen wir fest, dass an zwei Seiten wir vorwiegend Patrizierhäuser finden und an den anderen beiden mehr Institutionen. Die Gebäude der Patrizier haben von der ästhetischen Qualität her überlebt, zumal sie im Laufe der Zeit als Symbole der Gemeinschaft betrachtet wurden.

Um auf dem letzten Stand der Architekturentwicklungen der Zeit zu sein, wurden diese Häuser im Laufe der Zeit oft umgebaut, vor allem die Fassaden wurden neugestaltet und dekoriert. Oder sie wurden abgerissen, um einem anderen Gebäude Platz zu machen. Das beste Beispiel in diesem Sinne ist das Hecht-Haus. Es wurde im gotischen und frühem Renaissancestil gebaut, jedoch Ende der Barockzeit und beim Übergang zum Klassizismus wurde die Fassade geändert. Zu dem Zeitpunkt sprechen wir hier von einem Verwaltungsgebäude.

Georg Hecht baut hier ein Gebäude, das bis heute einer der imposantesten und wichtigsten Gebäude am Großen Ring ist (rum. Piaţa Mare). Er hat ein altes Gebäude gekauft, das im 15. Jh. Christophorus Italicus de Florentia und de Nicolaus de Wagio und Oswald Wenzel, damaliger Bürgermeister von Hermannstadt gehört hat. Hier fanden z.B. auch die ersten lutherischen Gottesdienste statt, bis die gesamte Gemeinschaft zum Evangelischen Glauben übertrat.

Nach Sterben der letzten Erben kommt das Haus in den Besitz von Johannes Wayda und gehört nachher der Stadt. Dies passiert Ende des 17. Jh. und während des 18. Jh. wird es zu einem der wichtigsten Verwaltungsgebäuden der Stadt, zumal es Sitz der Sächsischen Nationsuniversität war.

Gegen Ende des 15. Jh. und im 16. Jh. wurden hier die Münzen geprägt, erstmalig in Siebenbürgen. Es wird angenommen, dass Münzen auch im mittelalterlichem Sitz des Bürgermeisteramtes geprägt wurden. Um 1800 wurden vor das Gebäude drei Bäume gepflanzt, die an die Niederlassung der Siebenbürger-Sachsen erinnern sollten. Die Bäume waren Teil des Stadtbilds bis 1947 als sie von den kommunistischen Behörden gefällt wurden. Während des Zweiten Weltkrieges hatten die Deutsche Volksgruppe der Siebenbürger Sachsen, dem politischen Nazi-Organ der Gemeinschaft, seinen Sitz, die 1944 aufgelöst wurde, anschließend hatte auch die SS ihren Sitz hier.

Nach der Nationalisierung 1948 kam das Gebäude in Staatsbesitz. Das Hecht-Haus wurde im Rahmen des Programms für die Vorbereitung des Jahres 2007 renoviert, als Hermannstadt Europäische Kulturhauptstadt wurde.

Das Hecht-Haus bleibt das höchste private Wohnhaus, das in der mittelalterlichen Renaissancezeit gebaut wurde. Es wurde zuerst gotisch und mit zwei Stockwerken gebaut. Gotische Elemente, die man heutzutage noch bemerken kann, sind die durchdrungenen Gewölbe der Räume im Erdgeschoss, wie auch einige Einrahmungen im Obergeschoss.

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